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Eckert & Ziegler: Wie geht es nach +190 % weiter?

Mittwoch, 3. März 2010, 12:39 Uhr von Volker Gelfarth

Lieber Value-Anleger,

vor ungefähr einem Jahr habe ich Eckert & Ziegler in meiner Publikation Strategisches-Investieren empfohlen.

Damals schrieb ich: Eckert & Ziegler gehört zu den Unternehmen, die in der Krise Stabilität zeigen…das Unternehmen vereint viele Eigenschaften eines „Hidden Champion“: Mittelständisch geprägt mit einer starken Position des Firmengründers ist E&Z in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Eckert & Ziegler ist ein Kauf. Neben einem niedrigen KBV stimmen bei E&Z auch weitere Bewertungskennzahlen.“

Das Unternehmen ist in der bereiten Öffentlichkeit immer noch recht unbekannt. Zu Unrecht.

Profil:

Implate, Prostatakrebsbekämpfung und Radioaktive Kontrastmitel

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit ihren 7 spezialisierten Tochterunternehmen weltweit zu den größten Anbietern von radioaktiven Komponenten für medizinische und industrielle Anwendungen.

Wichtige Produkte sind Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs, radioaktive Kontrastmittel für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) sowie umschlossene Strahlenquellen für die Messtechnik. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse sind die Medizintechnik, besonders die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik.

Im medizinischen Bereich wendet sich Eckert & Ziegler an Strahlentherapeuten und Radioonkologen sowie an Nuklearmediziner. Eckert & Ziegler wurde 1997 als Holdinggesellschaft gegründet und ist seit 1999 im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet. Hauptsitz der Gruppe ist Berlin- Pankow. Fertigungs- und Vertriebsstandorte befinden sich in weltweit 12 Ländern.

Seit meiner Empfehlung im Dezember 2008 hat der Kurs +190% zugelegt

tabelle5

Strategisches Investieren Gelfarths Premium Depot

Kürzlich kamen neue Zahlen aus dem Unternehmen. Hier die Highlights.

  • Umsatz um + 42%
  • Verdreifachung des Jahresüberschuss
  • Verdreifachung des operativen Cashflow

Meine Analysten werden alle Zahlen genau prüfen, und in Kürze über die weiteren Perspektiven berichten. Bis dahin bleiben Sie bitte unbedingt investiert.

Ich wünsche Ihnen allzeit gute Investments

Ihr

Volker Gelfarth

PS.: Neben starken Neuempfehlungen, halte ich Sie in Strategisches-Investieren über unsere Top-Empfehlungen immer auf dem Laufenden.

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Jetzt wieder in Franconofurt einsteigen?

Dienstag, 2. März 2010, 7:36 Uhr von Volker Gelfarth

Lieber Value-Anleger,

nach meiner Ausführung gestern zu der Immobilienbranche erhielt ich auch einige Leserfragen zu Franconofurt. Gerne möchte ich diese Frage für alle Leser beantworten.

„Im Juni 2006 haben Sie die Immobilien-Aktie Franconofurt in Strategisches-Investieren zum Kauf empfohlen, im April 2007 kam es zu einem Stopp-Loss-Verkauf zu € 13,10. Danach setzte eine Talfahrt ein und es scheint nun, dass die Aktie den Boden erreicht hat. Haben Sie dieses Papier noch im Radar? Wie schätzen Sie den Wiedereinstieg in diese Immobilien-Aktie ein? Erholt sich der Immobilienmarkt in Deutschland und damit die Aktie?“

Strenge Kostenkontrolle beschert Gewinn

Franconofurt hat in ersten 9 Monaten 2009 mit Einnahmen von 19,7 Mio € einen Gewinn von 0,14 Mio € erwirtschaftet. Ein vergleichbarer Bericht wurde 2008 nicht veröffentlicht. Die operative Entwicklung war geprägt von weiter zunehmenden Mieteinnahmen und einer stringenten Kostenkontrolle.

Mieten sollen erhöht werden

Ziel der Franconofurt AG ist es, die operative Effizienz weiter zu steigern. Dies umfasst die Erhöhung der Mieteinnahmen insbesondere durch die weitere Reduzierung des Leerstandes in der FranconoWest AG sowie das Heben von Mietsteigerungspotentialen. Der Bestand an qualitativ hochwertigen Immobilien in Frankfurt soll weiter ausgebaut werden.  Grundsätzlich präsentiert sich der deutsche Immobilienmarkt im internationalen Vergleich relativ stabil.

Fast 8% Dividendenrendite

Wichtig ist eine differenzierte Betrachtung von Branche und Region. Im Gegensatz zur deutschlandweiten Lage der Immobilienbranche herrscht in Frankfurt am Main eine stabile Nachfrage. Sollte sich das bei Franconofurt im Jahresergebnis niederschlagen, wird die Aktie davon profitieren und aus ihrer Seitwärtsbewegung nach oben ausbrechen. Wird die Dividende beibehalten, winkt dem Anleger auf dem aktuellen Kursniveau eine Dividendenrendite von 7,8%.

Bleiben Sie investiert, unter langfristigen Gesichtspunkten ist die Aktie sogar ein Kauf.

Ich wünsche Ihnen allzeit gute Investments

Ihr

Volker Gelfarth

PS.: Neben starken Neuempfehlungen,  halte ich Sie in Strategisches-Investieren über unsere Top-Empfehlungen immer auf dem Laufenden.

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Immobilienaktien: Auf die Sicherheit kommt es an.

Montag, 1. März 2010, 9:57 Uhr von Volker Gelfarth

Lieber Value-Anleger,

bei den Immobiliengesellschaften gilt in schweren Zeiten ganz besonders:

Wer über eine gute Eigenkapitalbasis verfügt und einen Großteil des Gewinns aus laufenden Mieteinnahmen erzielt, kommt gut durch die Krise. Die Kombination dieser beiden Faktoren entscheidet über das Risiko einer Immobilienaktie. Achten Sie deshalb gamnu nesomnders auf unsere Sicherheitseinstufung.

Immobiliengesellschaften machen Kasse

Die großen deutschen Immobilien-AG’s haben im vergangenen Jahr Immobilien im Wert von knapp 1,8 Mrd € gehandelt. Nachdem in 2007 lediglich ein Viertel aller Transaktionen Verkäufe waren, machte ihr Anteil in 2008 bereits die Hälfte aus und stieg in 2009 weiter auf rund 68%. Gemessen am Transaktionsvolumen machten Immobilienverkäufe im vergangenen Jahr sogar mehr als 90% aus. Dabei hat sich das gesamte Volumen an Käufen und Verkäufen wie bereits in 2008 mehr als halbiert.

Hohe Verbindlichkeiten zwingen die AG’s zu weiteren Verkäufen

Die größte in 2009 erfasste Einzeltransaktion war mit einem Volumen von 300 Mio € der Verkauf der Projektentwicklung „Machiacini“ in Mailand aus dem Bestand der IVG Immobilien AG.  Dass der Bonner Konzern mit knapp einer 1 Mrd € Platz 1 im Hinblick auf das Gesamtvolumen der von „REITs Deutschland“ untersuchten Transaktionen belegt, kommt nicht von ungefähr. Angesichts der zum Teil horrenden Schulden und klammen Kassen müssen gerade finanzschwache Aktiengesellschaften Immobilien verkaufen. Auf einem hohen Schuldenberg sitzt auch der Wohnimmobilienkonzern GAGFAH Anders als die IVG erwirtschaftet das Unternehmen jedoch einen laufenden, aus Mieteinnahmen resultierenden Cashflow und steht daher vergleichsweise sicher da.

Achten Sie auf die „Sicherheit“
Der Vergleich zwischen der IVG und GAGFAH zeigt bereits deutlich, worauf es gerade jetzt bei Immobiliengesellschaften ankommt. Wer über eine gute Eigenkapitalbasis verfügt und/oder einen Großteil des Gewinns aus laufenden Mieteinnahmen erzielt, kommt gut durch die Krise. Die Kombination dieser beiden Faktoren entscheidet über das Risiko einer Immobilienaktie. Während die IVG von uns das schwächste Sicherheitsrating „C“ erhält, kann die GAGFAH bereits ein „B“-Rating vorweisen. Zu den sichersten, mit „A“ bewerteten Immobilienaktien gehört u.a. die Deutsche EuroShop. Das Unternehmen verfügt über eine gute Eigenkapitalquote und weist einen Vermietungsstand von nahezu 100% auf.

Fazit: Nur wer über eine gute Eigenkapitaldecke verfügt und hohe Gewinne aus Mieten generiert erhält von uns eine hohe Sicherheitseinstufung.

Ihr
Volker Gelfarth

PS.: In der Aktien-Analyse lesen Sie, wer aktuell die beste Sicherheit von „A“ verdient und als erstes zum Turnaround starten wird.

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500.000 Tonnen Schweinefleisch

Donnerstag, 25. Februar 2010, 9:12 Uhr von Volker Gelfarth

Lieber Value-Anleger,

was Rindfleisch für die Amerikaner ist, ist für die Chinesen das Schweinefleisch. In keinem anderen Land der Welt wird soviel Schweinefleisch verzehrt wie in China. Schweinefleisch hat in China einen Anteil von 65% am gesamten Fleischkonsum des Landes und 50% des weltweiten Fleischkonsums. Ein hervorragendes Umfeld für einen Schweinefleischproduzenten.

Zhongpin: Die Nr. 1 im Schweinefleischmarkt

Einer der Profiteure dieses Booms ist einer der am schnellsten wachsenden Fleischproduzenten Chinas, das Unternehmen Zhongpin. Zhongpin ist das Aushängeschild für den technologischen Fortschritt, den dieser Industriebereich in den letzten Jahren erlebt hat.

Zhongpin hat extreme Qualitätsansprüche

Chinesischen Verbraucher verlangen nach immer besserer Qualität. War es über Jahrzehnte üblich, Schweinefleisch auf offenen Märkten ungekühlt und im Freien zu verarbeiten und zu verkaufen, so sind heute immer weniger Menschen bereit, ihr Schweinefleisch auf diesen so genannten „Wet-Markets“ zu kaufen. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und hygienisch unbedenklichen Lebensmitteln wird in den nächsten 10 Jahren rasant wachsen.

Hinzu kommt: Die neue chinesische Mittelschicht isst heute viel mehr Fleisch als früher. Auch dieser Trend wird sich mit steigendem Wohlstand weiter verstärken. Ich rechne mit einer Verdoppelung des Fleischkonsums innerhalb der nächsten 10 Jahre.

Zhongpin erkannte frühzeitig die Notwendigkeit, hygienisch einwandfreie Bedingungen für die Schlachtung und Verarbeitung von Schweinefleisch zu schaffen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, nimmt das Unternehmen die Einhaltung der Kühlkette sehr ernst.

Die Qualitätsansprüche des Unternehmens sind extrem hoch. So beschäftigt das Unternehmen alleine über 300 Mitarbeiter in der Qualitätssicherung. Für Zhongpin ist es selbstverständlich, nach ISO 9001 und ISO 14000 Zertifizierung zu arbeiten.


China Top Brand

Auch bei den Verbrauchern hat sich Zhongpin bereits einen guten Namen gemacht und wurde für seine frischen Schweinefleisch-, sowie den Tiefkühlprodukte mit dem „China Top Brand“ Award ausgezeichnet.

Die Produktpalette umfasst mehr als 320 Schweinefleischprodukte, die in 11 Werken produziert werden. Zhongpin verarbeitet mit seinen 6.100 Mitarbeitern jährlich über 500.000 Tonnen Schweinefleisch. Der Großteil (44,2%) wird über den Einzelhandel vertrieben, 29,2% über den Großhandel und 26% geht an Restaurants, Kantinen und Catering-Betriebe.

Mc Donald‘s, Kentucky und Lianhua

Zu den Kunden gehören bereits heute 26 internationale und lokale Fastfoodketten wie McDonald’s oder Kentucky Fried Chicken und über 3.000 Einzel- und Großhändler wie Lianhua Supermarket Group, Carrefour China und Metro Group (China).


Gewinnwachstum von +84% pro Jahr

Das Unternehmen wächst rasant. In den letzen 5 Jahren mit einer jährlichen Wachstumsrate von +79% beim Umsatz und +84% beim Gewinn. Die Umsätze schossen von 73 Mio. US$ im Jahr 2005 auf 540 Mio. US$ im Jahr 2008, der Gewinn sprang von 5,9 Mio. US$ im Jahr 2005 auf 31,4 Mio. US$ im Jahr 2008. Dieser positive Trend hält weiter an. So konnte Zhongpin im 3. Quartal 2009 einen Gewinnanstieg von 30,7% auf 13,2 Mio. US$ erzielen. Der Umsatz stieg um 26,7% auf 194,8 Mio. US$.

Durch Zukäufe und den Ausbau der Kapazitäten hat das Unternehmen alleine im letzten Jahre die Produktionskapazitäten um über 29% ausgebaut. Auch dieser Trend wird anhalten denn Zhongpin investiert weiter in den Ausbau sowie der Qualitätssicherung seiner Produktion.

Fazit:

Der letzte Kursrückgang stellt für den langfristig orientierten Anleger eine gute Einstiegsgelegenheit dar. Die Aktie besitzt ein sehr günstiges KGV 2010 von rund 10. Mit einer Umsatzrendite von 12% und einer Gewinnmarge von 6,5% arbeitet das Unternehmen im Branchenvergleich äußerst profitabel. 2010 rechne ich mit einem Gewinn von 46 Mio. US$ und einem Umsatz von mindestens 700 Mio. US$. Das Gewinnwachstum der nächsten 5 Jahre liegt bei mindestens 25%.

Zhongpin sollten Sie bevorzugt an der New Yorker Börse handeln. Die Aktien werden auch in Deutschland gehandelt, doch leider sind hier die Umsätze noch sehr gering. (Zhongpin: WKN: A0MQCU, ISIN: US98952K1079, Börse:         NYSE / Frankfurt)

Ich wünsche Ihnen allzeit gute Investments

Ihr

Volker Gelfarth

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Schwellenländer auf dem Vormarsch

Mittwoch, 24. Februar 2010, 2:14 Uhr von Volker Gelfarth

Lieber Value-Anleger,

Emerging Markets sind inzwischen die Wachstumstreiber der globalen Wirtschaft. Diese Märkte sind was neue Arbeitsplätze, verstärkter Kapitaleinsatz und Produktivitätssteigerungen angeht, gegenüber den Industriestaaten im Vorteil. Allen voran China, die mit Ihrer Krisenresistenz und den finanzpolitischen Maßnahmen ein Fundament für andere Länder innerhalb der Region bilden.

Anfänglich gingen viele davon aus, dass die Schwellenländer erst dann wieder Fuß fassen, wenn die größten Industriestaaten die Krise überwunden haben. Doch die Wirtschaft der Schwellenländer zog bereits wieder an, bevor die Industriestaaten die Talsohle durchschritten hatten.

Beitrag der EM-8-Länder zum globalen Wachstum

tabelle4

Die grünen Balken in der Grafik zeigen, dass der Anteil der acht größten Emerging Markets (EM-8) am globalen BIP immer stärker zugenommen hat.

2008 und 2009 konnten alleine die EM-8 Staaten ein Wachstum aufweisen, während der Rest der Welt verlor (World ex. EM8). Es spricht also überhaupt nichts dagegen, auch werthaltigen Unternehmen aus den Schwellenländern Beachtung zu schenken….eines davon stelle ich Ihnen morgen ausführlicher vor.

Ich wünsche Ihnen einen guten Tag und allzeit gute Investments.

Ihr

Volker Gelfarth

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Dividendenstrategie Teil 2: Den Markt systematisch schlagen

Dienstag, 23. Februar 2010, 21:24 Uhr von Volker Gelfarth

Lieber Value-Anleger,

Gestern habe ich Ihnen von der Entwicklung der heute sehr populären Dividendenstrategie berichtet.

Benjamin Graham benutzte für die Auswahl der 10 unpopulärsten Dow-Jones-Werte das KGV als Hauptkriterium. Graham benutzte die eigentliche Dividendenrendite nur als ein nachrangiges (Sekundär-)Kriterium.

Beating the Dow

Es war der US-Vermögensverwalter Michael O’Higgins, der 1991 mit seinem Buch „Beating the Dow“ die Dow-Dividendenstrategie weiter verfeinerte und sie in großem Stil popularisierte.

Michael O’Higgins übernahm den Kerngedanken von Benjamin Graham und fügte der Dow-Strategie ein neues Element hinzu: Er sortierte die 10 Dow-Jones-Werte mit der höchsten Dividendenrendite nach dem optisch niedrigsten Börsenkurs. Daraus wählte er die 5 Dow-Jones-Aktien mit dem optisch niedrigsten Kurs.

Vorgehensweise nach O‘Higgins

  1. Wählen Sie die 10 Aktien aus dem Dax- oder Dow Jones-Index mit der höchsten Dividendenrendite.
  2. Wählen Sie daraus die 5 Aktien mit dem niedrigsten Kurs („Low-5“-Strategie)
  3. Investieren Sie in alle 5 Aktien den gleichen Geldbetrag
  4. Warten Sie 12 Monate und schichten Sie dann Ihr Depot entsprechend um

Robert Sheard wollte es noch besser wissen

Nach der Veröffentlichung der „Low-5“-Strategie im Jahr 1991 im Buch „Beating the Dow“ gab es zahlreiche Versuche, die O´Higgins-Strategie zu modifizieren, um damit eine noch höhere Rendite zu erzielen. Robert Sheard ist das gelungen!

Der Grundgedanke von Robert Sheard war simpel: Er führte in der „Low-5“-Strategie Gewichtungen ein. Er nahm die 5 mittels der O´Higgins-Strategie ermittelten Aktien nicht 1:1 in seinem Depot auf, sondern gewichtete sie derart, dass er den ihm zur Verfügung stehenden Geldbetrag ungleich auf die Aktien verteilte. Der Grund: Robert Sheard hatte beobachtet, dass die Aktien im „Low-5“-Depot sich völlig uneinheitlich entwickeln. Er ging deshalb dazu über, diejenigen Aktien im „Low-5“-Depot geringer zu gewichten, die systematisch und dauerhaft eine geringere Kurs-Performance aufwiesen.

„Low-4“-Strategie

O´Higgins hatte in seinem Buch “Beating the Dow” die Beobachtung gemacht, dass sich die Dow-Aktie mit dem niedrigsten Kurs aus dem „Low-5“-Depot sehr schlecht entwickelt. Er äußerte die Vermutung, dass das Unternehmen in einer fundamental sehr schwierigen Lage stecken müsse. Die Aktie des Unternehmens brauche somit länger als 1 Jahr, um sich wieder zu erholen. Im Gegensatz dazu legte die Aktie mit dem zweitniedrigsten Kurs erstaunlich gut zu.

Low-5“-Depot

Gewichte

niedrigster Aktienkurs

0,0 %

zweitniedrigster Aktienkurs

40,0 %

drittniedrigster Aktienkurs

20,0 %

viertniedrigster Aktienkurs

20,0 %

fünftniedrigster Aktienkurs

20,0 %

Vorgehensweise nach Robert Sheard

  1. Wählen Sie die 10 Aktien aus dem Dow Jones mit der höchsten Dividendenrendite
  2. Wählen Sie daraus die 5 Aktien mit dem niedrigsten Kurs
  3. Entfernen Sie aus dem „Low-5“-Depot die Aktie mit dem optisch niedrigsten Kurs.
  4. Gewichten Sie die Aktie mit dem zweitniedrigsten Kurs mit 40 %

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit den Dividendenstrategien.

Ihr

Volker Gelfarth

PS.: Mit den mechanischen Dividenden-Strategien konnten Anleger in der Vergangenheit im durchschnittlich rund 20% p.a. realisieren (der Dax schaffte nur rund 10%)

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Dividendenstrategie Teil 1: Von Ben Graham zu Robert Sheard

Montag, 22. Februar 2010, 10:16 Uhr von Volker Gelfarth

Dividendenstrategie Teil 1: Von Ben Graham zu Robert Sheard

Lieber Value-Anleger,

heute und morgen berichte ich Ihnen über verschiedene Varianten der Dividendenstrategie. Es ist ein mechanische Value-Strategie, die sich bestens für konservative Investoren eignet. Ein großer Vorteil dieser Strategie liegt darin, dass sie sehr einfach ist. Zudem ist sie auch risikoarm, da nach dieser Strategie die Anleger nur in solide und unterbewertete Substanzwerte investieren. Und schließlich führt sie zu Renditen, die weit über dem Marktdurchschnitt liegen.

Die Grundidee stammt von Benjamin Graham, dem Ur-Vater aller Value-Investoren. Graham riet schon 1949 in seinem Buch „The Intelligent Investor“ den Anlegern, in die 10 Dow-Jones-Werte mit dem niedrigsten KGV zu investieren und die Aktien erst nach Ablauf von 1 bis 5 Jahren zu veräußernGraham wies statistisch nach, dass seine Methode die Renditeentwicklung des Dow Jones deutlich übertraf.

Michael O’Higgins griff die Dow-Strategie von Graham auf und verfeinerte sie. In seinem Buch „Beating the Dow“ riet er 1991 den Anlegern, aus den 10 Dow-Jones-Werten mit der höchsten Dividendenrendite die 5 Aktien mit den optisch niedrigsten Kursen zu bestimmen und dann ihr Geld in gleich hohe Teilbeträge in diese 5 Aktien exakt 1 Jahr lang anzulegen. Nach Ablauf von 1 Jahr wird das Prozedere wiederholt. Wie zuvor Graham konnte auch Michael O’Higgins die Überlegenheit seiner Strategie gegenüber der Renditeentwicklung des Dow Jones statistisch nachweisen.

Die O’Higgins-Strategie wenden wir mit großem Erfolg auch in Deutschland seit vielen Jahren an. Der Dax trat an die Stelle des Dow Jones als Auswahlindex. Beide Indizes bestehen aus 30 Substanzwerten.

Robert Sheard ging 1998 in seinem Buch „The Unemotional Investor“ noch einen Schritt weiter und prüfte auf der Grundlage der Dow-Jones-Strategie von Michael O’Higgins weitere Dividendenstrategien mit dem Ziel, die erzielbare Rendite zu verbessern.

tabelle3

Abb: Stationen der Dividendenstrategie

Benjamin Graham

Benjamin Graham ist die Ur-Quelle aller Value-Investmentstrategien. Seine Schriften und Bücher sind legendär. Sie beeinflussten das Verhalten einer ganzen Generation von Anlegern und insbesondere das von Warren Buffett.

Benjamin Graham legte bereits 1934 mit seinem Buch „Security Analysis“ den Grundstein für die Fundamentale Analyse von Wertpapieren. Das Werk liefert auch heute noch viele wertvolle Einblicke für professionelle Investoren und Analysten. Im Jahr 1949 schrieb Graham das Buch „The Intelligent Investor“. In dem Buch diskutiert Graham sichere und renditeträchtige Strategien speziell für Privatinvestoren.

Emotionen wie Angst und Gier führen zu unterdurchschnittlichen Anlageergebnissen. Das hat Graham bereits früh erkannt. Deshalb riet er den Privatanlegern mitunter zu mechanischen Anlagestrategien. Bei einer menchanischen Anlagestrategie gibt es feste Anlageregeln, die der Privatanleger „blind“ umsetzen muss. Der Privatanleger verfügt demnach über keinerlei Ermessensspielraum.

Grahams Dividendenstrategie wird heute praktisch nur noch in der abgewandelten Form nach O’Higgins in die Praxis umgesetzt. Wir sind noch einen Schritt weitergegangen und arbeiten zusätzlich mit der etwas unbekannteren R. Sheard – Strategie.

Über diese beiden Strategien werde ich morgen berichten.

Ich wünsche Ihnen allzeit gute Investments

Ihr

Volker Gelfarth

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Becton Dickinson: Wie geht es weiter?

Donnerstag, 18. Februar 2010, 21:11 Uhr von Volker Gelfarth

Lieber Value-Anleger,

einige Leser des Value-Telegrammes werden sich erinnern.  Anfang August 2009 hatte ich Ihnen, die in Deutschland eher unbekannte Aktie, Becton Dickinson empfohlen. Nur kurze Zeit später berichtete ich Ihnen, dass nach uns auch Value-Legende Warren Buffett 1,2 Millionen Aktien des Herstellers von medizinischen Instrumenten und Geräten  Becton Dickinson & Co gekauft hat. Dies verwunderte nicht, denn, wir haben die gleiche Herangehensweise beim Stock-Picking und der Aktien-Analyse wir der Multimilliardär aus den USA.

Nach den Kursanstiegen, erreichen mich von meinen Lesern nun vermehrt Anfragen, wie es denn mit Becton weitergehen wird.

Ausgaben für US-Gesundheitswesen wird weiter für steigende Kurse sorgen

tabelle2

Abb.: Kursentwicklung seit Empfehlung im Value-Telegramm (08/2009)

Becton stellt unter anderem Nadeln, Spritzen, Katheter, Laborausstattung, Operationsbestecke und Skalpelle her. Becton verkauft seine Produkte in mehr als 50 Ländern. Genau wie Buffett gehen wir von weiter steigenden Ausgaben im amerikanischen Gesundheitswesen aus und bleiben optimistisch.

Becton Dickinson ist trotz Krise gewachsen

Becton Dickinson ist im abgelaufenen Geschäftsjahr (per 30.09.2009) trotz Krise gewachsen. Für das Schlussquartal meldete der Medizintechnikanbieter einen Umsatz von knapp 1,9 Mrd $. Während die Einnahmen bei konstanten Währungen um 8% zulegten, begrenzte der stärkere US-Dollar das Wachstum in Heimatwährung auf 5%. Trotz dieses negativen Währungseffektes ist der letzte Quartalsgewinn um 12% auf rund 317 Mio $ gestiegen.

Im Gesamtjahr hat Becton Dickinson bei Umsätzen von 7,2 Mrd $ rund 1,2 Mrd $ verdient und 1,7 Mrd $ Cashflow erzielt.

Geplantes Aktienrückkaufprogramm

Das Unternehmen ist gut positioniert, um den Wachstumskurs in den kommenden Jahren fortzusetzen. Dabei will das Management die hohe Finanzkraft dazu nutzen, verstärkt eigene Aktien zurückzukaufen und mehr Dividenden auszuschütten. Nachdem die jüngste Quartalsdividende bereits um 12% auf 37 Cent je Aktie angehoben wurde, verkündete das Unternehmen weitere 10 Mio eigene Aktien zurückkaufen zu wollen.

Becton erfüllt aktuell alle 8 messbaren Kriterien der Value-Analyse, sowie 7 der 8 allgemeinen Kriterien, was die hohe Qualität des Unternehmens unterstreicht. Der Anteilsschein ist mit einem 2010-er KGV von rund 15 historisch günstig bewertet. Ich bestätige mein Rating mit Kaufen.

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Ihr

Volker Gelfarth

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